Die frühe Montanindustrie in Hoppecke und Bontkirchen

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Eine vergessene Industrieregion im Sauerland

Dieses Buch untersucht die frühe Montanindustrie im Raum Brilon, insbesondere die Eisenhütten in Hoppecke und Bontkirchen ab dem frühen 16. Jahrhundert. Es beleuchtet das Alter, die Besitzverhältnisse und die Produktion der Hoppecker Hütte, die vor 1393 als Hammerschmiede begann und ab 1505 als Eisenhütte betrieben wurde. Sie zählt zu den ältesten Industriedenkmälern Westfalens. Nachgewiesen wird, dass kunstvoll gestaltete Ofenplatten und Wappentafeln in der Hoppecker Hütte nach Entwürfen des Künstlers Philipp Soldan aus Frankenberg gefertigt wurden – in enger Zusammenarbeit mit den Hüttenmeistern Peter van Rolshusen und Kurt Scharpe. Frühere Zuschreibungen dieser Werke an hessische Hütten in Haina werden damit überzeugend widerlegt. Zur Bontkirchener Hütte liefert die Arbeit neue Erkenntnisse, darunter die genaue Standortbestimmung und die Gründung im Jahr 1525 durch Christoffel Köchlin aus Schwaben, der mit Götz von Berlichingen nach Westfalen kam. Die Hütte war bis 1805 in Betrieb. Sie produzierte unter anderem Kanonen und Kugeln für die Niederländer und stand wegen ihrer Grenzlage im Zentrum von Streitigkeiten zwischen der Grafschaft Waldeck und dem Herzogtum Westfalen, die 1649 zugunsten Waldecks entschieden wurden. Schließlich bestätigt die Forschung, dass das Wappen der Familie Köchling Symbole der Eisenverarbeitung zeigt und nicht, wie früher vermutet, auf Kochutensilien verweist. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Lokal- und Regionalgeschichte und verdeutlicht die Bedeutung der frühen Montanindustrie für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Es bietet historisch Interessierten wertvolle Einblicke in die vorindustrielle Eisenerzeugung und -verarbeitung in Westfalen.
  • Preis: 19,90 Euro

  • Erscheinungsdatum: Februar 2025

  • Format: 17 x 24 cm, 174 Seiten

  • ISBN: 978-3-912023-08-4

Vita Franz Josef Lahme

Über den Autor

Mit dem Buch „Geschichte der Familie Köchling und die Errichtung ihrer Eisenhütte bei Bontkirchen um 1525“, erschienen 2022 im WOLL-Verlag (https://www.woll-verlag.de/geschichte-der-familie-koechling/) hat der Autor die Geschichte seiner Familie. Das Buch beschreibt auf Basis von Urkunden, Dokumenten und Indizien die Geschichte eines Mannes aus Schwaben, der an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit lebte. Christoffel Köchlin der Ältere erlebte in seiner Jugend die Zeiten des Raubrittertums mit Götz von Berlichingen. Zu Beginn der Neuzeit war er ein geachteter Pionier der vorindustriellen Eisenindustrie im östlichen Sauerland. Er wurde zum Ahnherrn einer heute weit verbreiteten Familie.

Mit dem neuen Buch „Die frühe Montanindustrie in Hoppecke und Bontkirchen – Eine vergessene Industrieregion im Sauerland“ legt der Autor eine Schrift zur Erweiterung des Wissens über die Lokal- und Regionalgeschichte vor, die das Verständnis für die Bedeutung der frühen Eisenproduktion in dieser Region vertieft.