
Kurzgeschichten, Gedichte, Lyrik zum Thema „Säuglingsheime“ in Ost und West.
Inger (Inca) Overkott, 1957 im Ruhrgebiet geboren und heute zwischen Dortmund und Ostfriesland zuhause, schreibt seit den 1990er-Jahren Gedichte und lyrische Texte, in denen sie dem „inneren Kind der erwachsenen Frau“ eine Stimme gibt. Mit großer Empathie und sprachlicher Feinfühligkeit führt sie in die verborgenen emotionalen Räume zurück, die in ihrer eigenen Kindheit unzugänglich oder verboten waren. Ihre Texte sind Suchbewegungen – nach Worten für Gefühle, nach Erinnerungsspuren, nach dem, was das Unterbewusstsein eines Kindes bewahrt, auch wenn die bewussten Bilder längst verblasst sind. Mit ihrer ersten Kurzgeschichte Das Fenster zur Freiheit trat sie 2005 aus der Stille des Schreibens in die Öffentlichkeit. 2012 wurde der Text im Rahmen des Dortmunder Wettbewerbs „Open Wort-Café“ der Mayerschen Buchhandlung erstmals vorgestellt und mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Weitere literarische Erfolge folgten, ebenso wie Lesungen im Ostfriesischen Kunstkreis, in denen Overkott Auszüge aus Prosa, Lyrik und Kurzgeschichten präsentierte. Für die Lesung 2023 führte ihr Weg zu Dr. Felix Berth, dessen Studie Die vergessenen Säuglingsheime die dramatische Geschichte west- und ostdeutscher Säuglingsheime der 1950er/60er-Jahre beleuchtet. Die historischen Fotografien, die im Zuge dieser Veröffentlichung bekannt wurden, gaben Overkotts Texten eine unerwartete, neue Dimension: Ihre Worte über Gefühle, Verlust, Verletzlichkeit und innere Stärke erhielten ein Gesicht. Plötzlich wurde sichtbar, wie die ersten Lebensmonate in einem Säuglingsheim das gesamte Leben eines Menschen prägen können – oft unausgesprochen, doch tief im Unterbewusstsein verankert. Das Fenster zur Freiheit ist ein literarischer Blick nach innen und zugleich ein Fenster in die Vergangenheit. Ein Buch über Verletzlichkeit und Selbstbehauptung, über das Wiederfinden der eigenen Stimme – und darüber, wie Erinnerung und Gefühl sich zu Poesie verwandeln.
Hardcover - 19,90 Euro
Erscheinungsdatum: 19. November 2025
13,5 x 19 cm - 132 Seiten
ISBN 978-3-912023-05-3
Inhaltsverzeichnis
INHALTSANGABE
Vorwort
Dr. Felix Berth,
Sozialwissenschaftler/Historiker……………………………………….8
Vorstellung und Einleitung……………………………………..10
Prolog
Das Fenster zur Freiheit………………………………………14
Zweisam – Einsam……………………………………..20
Wo warst Du Mama
Brief 1……………………………………..22
Garten der Kindheit……………………………………..28
Lebenslang……………………………………..32
Leere hat …………………………………………33
Ich bin leer ……………………………………..34
Was……………………………………..35
Ursprung der Seele ……………………………………..36
Hand in Hand………………………………………37
Gestohlene Zeit
Brief 2……………………………………..38
Ein Blick in deine Augen…………………………………….40
Verlorene Zeit
Brief 3……………………………………..42
Ich bin traurig
Brief 4……………………………………..46
Nebel der Vergangenheit……………………………………..54
Es trägt durch das Leben……………………………………..56
An meine Seele
Brief 5……………………………………..58
Seelensprache……………………………………..66
Hoffnung und Vertrauen……………………………………..68
Geheimnis der Seele……………………………………..70
Suche……………………………………..72
Kraft der Sehnsucht……………………………………..74
Du bist Du……………………………………..75
Seelenwanderung……………………………………..76
Zukunft……………………………………..77
Sarah, Geschenk des Lebens
Sarah, Geschenk des Lebens……………………………………..78
Ich bin ich……………………………………..84
Das verlorene Ich……………………………………..85
Frieden für dich……………………………………..86
Ein Meer der Stille
Brief 6……………………………………..88
Weg……………………………………..92
So groß, so stark……………………………………..94
Sonnenuntergang……………………………………..96
Schweigendes Nichts……………………………………..98
Mit Dir…………………………………..100
Schneegeflüster……………………………………102
Meine Seele weint……………………………………104
An uns……………………………………106
Alles gesagt …………………………………..106
Sandkorn……………………………………108
Das Taxi
Das Taxi…………………………………….110
Winter…………………………………….114
Ein Meer des Nichts
Ein Meer des Nichts…………………………………….116
Der Mond und das Meer……………………………………120
Horizont…………………………………….122
Licht des Nordens…………………………………….124
Sternenstaub…………………………………….125
Luft…………………………………….126
Vorwort Dr. Felix Berth
8
Inger (Inca) Overkott
Über die Autorin
Inger (Inca) Overkott wurde 1957 im Herzen des Ruhrgebiets geboren und lebt heute in Dortmund. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn. Ihre Liebe zum Norden hat sie und ihren Ehemann nach Ostfriesland geführt und so pendelt sie seit 2015 zwischen dem Ruhrgebiet und Norddeutschland hin und her.
In ihren Gedichten und lyrischen Texten gibt sie dem „inneren Kind der erwachsenen Frau“ den Spielraum der Gefühle zurück, der in Kindheitstagen fehlte oder verboten war. Sie versetzt sich zurück in die Gedanken und Gefühle des Kindes von früher und gibt ihnen im Heute in einfühlsamen Texten Ausdruck. So ist sie immer auf der Suche nach Worten für Gefühle um diese auf Papier festzuhalten.
Die meisten ihrer Gedichte und lyrischen Texte sind in den 1990er Jahren bis heute entstanden. 2005 dann ihre erste Kurzgeschichte „Das Fenster zur Freiheit“, die sie im Juli 2012 im Rahmen der von der Mayerschen Buchhandlung unterstützten Veranstaltung des Dortmunder Wettbewerbs „Open Wort-Café“ erstmalig einer Öffentlichkeit vorstellte. Ihre Kurzgeschichte kam auf den 3. Platz. Noch in dem selben Jahr nahm sie an einem weiteren Wettbewerb des Open-Wort-Café in der Mayerschen Buchhandlung in Essen teil mit den Gedichten: „Zweisam – Einsam“ (Platz 1) und „Das verlorene Ich“ (Platz 2). Im Ostfriesischen Kunstkreis (OKK) hat sie im Rahmen des Literaturfestes Wittmund in den Jahren Oktober 2022 und August 2023 mit Auszügen aus ihren Werken der Prosa und Lyrik und Kurzgeschichten an den Lesungen des OKK teilgenommen.
Die Vorbereitungen für die Lesung im August 2023 in Wittmund haben sie zu dem Historiker und Sozialwissenschaftler Dr. Felix Berth und seinem 2023 erschienenen Buch „Die vergessenen Säuglingsheime“ geführt. Dr. Felix Berth hat sich dem Thema der Säuglingsheime der 1950/60er Jahre in Ost und West angenommen, deren Geschichte er als „dramatisch“ bezeichnet.
Mit dem Erscheinen des Buches sind im Internet auch die dazugehörigen Bilder aufgetaucht. Diese Bilder geben den Texten von Inger Overkott eine Art „weitere Dimension“: Die von ihr gefundenen Worte für Gefühle haben plötzlich ein Gesicht erhalten. Sie sind sichtbar geworden in den Bildern. Sichtbar auch, wie stark der Einfluss der ersten 6 Lebensmonate in einem Säuglingsheim in Gelsenkirchen war für das Kind, die Jugendliche, die spätere Erwachsene: „Die Erinnerungen eines Kindes in den ersten 3 Jahren gehen verloren, aber das Unterbewusstsein speichert alles und gibt einiges im Laufe eines Lebens wieder zurück.“
Dr. Felix Berth hat in seinem Vorwort für den Lyrikband auf diesen Zusammenhang der Gedichte und Kurzgeschichten mit den Säuglingsheimen Bezug genommen.

